Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam präsentiert ihren Besuchern eine Fülle an bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten. Dank der Vielzahl an historischen Attraktionen steht die Potsdamer Kulturlandschaft auf der Liste des Welterbes der UNESCO.
Die Anlage Sanssouci
Das Wahrzeichen der Stadt und eine der berühmtesten Attraktionen Deutschlands ist Schloss Sanssouci. Das Hohenzollernschloss entstand Mitte des 18. Jahrhunderts unter dem Preußenkönig Friedrich dem Großen im typischen Stil des Rokoko als zauberhafte Sommerresidenz. Das Lustschloss liegt in exponierter Lage auf Weinterrassen und gilt als Lieblingsort des preußischen Königs. Die originale Einrichtung enthüllt den Besuchern faszinierende Prachtstücke aus Geschichte und Kunst von dekorativen Möbeln über wertvolle Bücher bis hin zu ausgefallenen Schnitzereien und meisterhaften Gemälden. Der Park Sanssouci präsentiert sich als üppige Barockanlage mit tausenden von Bäumen, Hecken und Blumenrabatten. Park Sanssouci beherbergt zudem noch eine Reihe weiterer wichtiger Sehenswürdigkeiten. Die Bildergalerie wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. Der aufwändig gestaltete Saal zeigt vor allem Werke aus den Epochen Barock, Renaissance und Manierismus mit Werken von Peter Paul Rubens, Anthonis von Dyck und Caravaggio.
Preußischer Barock und Exotik
Das größte Schloss der Stadt ist das Neue Palais im Westen des Parks. Das Schloss aus dem späten 18. Jahrhundert ist ein typisches Bauwerk des preußischen Barocks und beherbergt heute einen Teil der Universität. Das faszinierende Interieur präsentiert einige originell gestaltete Räume, darunter vor allem den Grotten- oder Muschelsaal. Seine Wände sind mit unzähligen Muscheln, Steinen, Fossilien und Glas geschmückt. Der Marmorsaal zeigt herrliche Wandgemälde mit mythologischen Szenen sowie kunstvolle Statuen. Das rot-weiß-goldene Theater zählt zu den schönsten Theaterräumen des 18. Jahrhunderts und zeigt noch heute Vorführungen. Südwestlich von Schloss Sanssouci liegt das Chinesische Haus, ein reizvoller Gartenpavillon aus dem 18. Jahrhundert, das mit seinen aufwändigen Dekorationen in die exotische Welt des alten Chinas führt. Das Orangerieschloss aus der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand im Stil der italienischen Renaissance mit der Villa Medici und den Uffizien als architektonischen Vorbildern. Im prächtigen Bauwerk überwintern exotische Pflanzen und es werden Kopien von Werken des Malers Raffael ausgestellt.
Schlösser, Paläste und Kirchen
Das Marmorpalais aus dem späten 18. Jahrhundert liegt im Neuen Garten am Ufer des Heiligen Sees. Es entstand unter Friedrich Wilhelm II im Stil des Frühklassizismus als Privatresidenz und erstrahlt in rotem Backstein mit einem Rundtempel auf dem Dach, der als Aussichtspunkt dient. Der letzte Schlossbau der Hohenzollern war Schloss Cecilienhof. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand das Bauwerk, das an englische Landhäusern erinnert. Neben Besichtigungen der originalen Wohnräume dient das Schloss heute vor allem als Hotel. Zu den wichtigsten Kirchen Potsdams zählt die Pfarrkirche Peter und Paul in der Innenstadt. Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wieder im ursprünglichen Stil errichtet. Die Architektur vereint Einflüsse aus Byzantinik, Romanik und Klassizismus. Sehr markant ist der nach italienischem Vorbild geschaffene Glockenturm. Die Heilandskirche am Port von Sacrow stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und erinnert an eine römische Basilika. Berühmt ist sie vor allem wegen des freistehenden Turms sowie des eindrucksvollen Freskogemäldes. Die evangelische Friedenskirche geht auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück und wurde durch die Klosteranlagen Oberitaliens inspiriert. Zu ihren Schmuckstücken gehören der idyllische Innenhof mit Brunnen und Christusstatue und das venezianische Mosaik der Apsis.
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